Hypnose

Was ist Hypnose?

Hypnose ist ein natürlicher Zustand der Entspannung, bei dem der Fokus auf die innere Wahrnehmung gelenkt wird. Sie kann in Form der Hypnosetherapie und Hypnosecoaching als sehr zuverlässige und effektive Behandlungsmethode eingesetzt werden. Das „American Health Magazine“ veröffentlichte im Jahr 2007 die Ergebnisse einer Vergleichsstudie verschiedener Therapieformen:

Psychoanalyse:

38 % Verbesserung nach 600 Sitzungen

Verhaltenstherapie:

72 % Verbesserung nach 22 Sitzungen

Hypnosetherapie:

93 % Verbesserung nach 6 Sitzungen

„Das bewusste Ego kann dem Unbewussten nicht sagen, was es zu tun hat.“

Milton Erickson

Warum funktioniert Hypnose so gut?

Unser Verhalten wird sowohl von unserem Bewusstsein als auch von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Was viele nicht wissen ist, dass unser Unterbewusstsein einen weit größeren Einfluss nimmt als wir denken. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, doch aktuell geht man davon aus, dass unser Verhalten zu 80 bis 95 % von unserem Unterbewusstsein und nur zu 5 bis 20 % von unserem Bewusstsein gesteuert wird. Das ist schon erstaunlich, dass ein Großteil unserer Entscheidungen, Empfindungen und Bewertungen gar nicht bewusst, sondern unterbewusst über die Gefühlsebene ablaufen. So sind alle von uns gemachten Erfahrungen, Ereignisse und Emotionen in unserem Unterbewusstsein als Gefühle abgespeichert und werden zur Bewertung verschiedener Situationen und Ereignisse, die uns im Hier und Jetzt begegnen, herangezogen. Jetzt wird auch klar, warum sich viele unserer Probleme nicht über den Verstand, also das Bewusstsein, lösen lassen. Wir können die Probleme zwar „zerdenken“, doch eine Verhaltensveränderung entsteht nicht. Meistens dringen wir auch gar nicht bis zu dem Kern der Ursache des Problems vor. So sind vielen Menschen ihre Probleme bewusst und trotzdem können sie diese nicht lösen, denn die eigentliche „Programmierung“ für das Problem hat im Unterbewusstsein stattgefunden. Jetzt wird klar, warum es so sinnvoll ist, bei vielen Themen mit dem Unterbewusstsein und nicht mit dem Bewusstsein zu arbeiten. Und genau hier setzt die Hypnose an. In der Hypnose ist es uns möglich mit dem Unterbewusstsein „ins Gespräch zu kommen“. Die Hypnose bietet hier den riesigen Vorteil gegenüber der Wachtherapie, da die kognitive Hemmung der Gefühle wegfällt und damit der Weg zum Gefühl und dadurch zum Unterbewusstsein frei wird. Während man im bewussten Zustand die angenommenen Auslöser für Symptome nur kognitiv erarbeiten kann, wird man in der Trance während der Hypnose gezielt an die tatsächliche innere Baustelle gebracht und kann so nachhaltige Veränderungen erzielen.

„Hypnotische Suggestion kann den Gebrauch von Fähigkeiten und Potentialen erleichtern, die in einem Menschen bereits existieren, aber aufgrund mangelnden Trainings oder Verständnisses ungenutzt oder unterentwickelt bleiben.“

Milton Erikson

Und was ist Hypnose nicht?

Die Hypnose zu Therapie und Coachingzwecken ist nicht mit einer „Schauhypnose“ zu vergleichen, die wir aus dem Fernsehen oder von Veranstaltungen kennen. Die häufigsten unbegründeten Bedenken vor einer Hypnose sind….

  1. In der Hypnose ist man bewusstlos, dem Hypnotiseur oder Hyonotiseurin hilflos ausgeliefert

Viele Menschen stellen sich eine Hypnose so vor, als wäre man dabei wie ausgeschaltet, so dass man dabei nichts mitbekommt und sich nach der Hypnose an nichts mehr erinnern kann. Das ist aber falsch. Eine Hypnose bekommt man immer ganz bewusst mit und kann sich danach auch an Inhalte erinnern. Die meisten Menschen fühlen sich in Trance geistig frisch und klar und körperlich sehr entspannt. Schon eine leichte Trance, in der der Klient kaum bemerkt in Trance zu sein, kann tiefgreifende Veränderungsprozesse auslösen.

  • Hypnose ist etwas Mystisches, wie „Zauberei“

Obwohl die Hypnose als Therapie in der Medizin und Psychotherapie eine „feste Größe“ ist und als wissenschaftliche Therapiemethode in Deutschland gesetzlich anerkannt, hält sich hartnäckig das Vorurteil von „Zauber und Mystik“. Doch mit starrem Blick und beschwörenden Worten hat die Hypnosetherapie nichts zu tun. Vielmehr hat die Hypnosetherapie effektive Techniken und Methoden entwickelt, die helfen sollen, die Trance für gezielte Veränderungsprozesse zu nutzen. Der spezielle Nutzen der Trance ist, dass das Gehirn im Zustand von Hypnose ganzheitlicher arbeitet, was neurologisch auch messbar ist. Dieser sogenannte „dritte Bewusstseinszustand“ ermöglicht einen besseren Zugang zu Gefühlen, Fähigkeiten und Erinnerungen, wie z.B. vergessene Erlebnisse und Ideen.

  • In der Hypnose kann man Probleme einfach so „wegschnippen“

Oft kommt der Klient oder die Klientin mit der Erwartungshaltung zu einem „Machen Sie mir das Problem weg.“ Oder sie wünschen sich, dass z.B. eine Angststörung mit einer Sitzung einfach „weggeschnippt“ wird. Das ist natürlich nicht möglich und unrealistisch. Diese Ideen werden durch die Medien und Showhypnosen geschürt. Hypnose ist ein Prozess, der die aktive Mitarbeit des Klienten oder der Klientin verlangt. Wenn die Motivation entsprechend hoch ist, ein Ziel zu erreichen oder eine Schwierigkeit zu überwinden, dann sind das wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

  • In der Hypnose ist man manipulierbar

In der Hypnosetherapie geht es nicht darum jemanden zu manipulieren, damit andere etwas davon haben. Die Hypnosetherapie soll helfen, etwas, was den Klienten oder die Klientin wichtig ist, zu erreichen. Es ist nur das möglich, was der Klient oder die Klientin auch wirklich wollen. Deshalb werden Ziele und Wünsche vor einer Hypnosebehandlung ganz genau besprochen und vereinbart.

Die Texte zur Hypnose sind mit freundlicher Unterstützung von Andreas Bosse entstanden.